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Genauer müßte es wohl "meine verkehrspsychologische Entwicklung" oder so ähnlich heißen ...

Praktisch und sinnvoll werde ich meine eigene Entwicklung und Spezialisierung als Verkehrspsychologe/ MPU-Berater am besten anhand der Veränderungen darstellen, die sich in recht beachtlicher Art und Weise auf diesem Gebiet vollzogen haben:

 

   Selbstverständlich habe ich vor langer Zeit ein Psychologie-Studium absolviert, bin also Diplompsychologe. 1998 habe ich das Thema Verkehrspsychologie und MPU für mich entdeckt.

Es folgten Seminarbesuche und Lehrgänge für meine eigene Spezialisierung und Qualifizierung, bevor ich mich auf die Menschheit loslassen wollte.

Noch vor meiner ersten Terminannahme war ich mir der hohen Erwartung bewußt, die jeder Klient in mich setzte. Das war und ist nicht einfach ein Job, sondern in jedem einzelnen Falle höchste Verantwortung, die ich zu erfüllen habe. Jedenfalls sehe ich das so!

 

   Die Anfänge lassen sich gut am Beispiel der Alkoholauffälligkeiten beschreiben. Damals gab es noch keine anderen gesicherten Erkenntnisse als die langjährigen Erfahrungen mit den berühmten Leberwerten. Es lief zwar auch damals schon darauf hinaus, daß unterschiedlich lange Nachweise gefordert wurden (6 oder 12 Monate), aber differenzierte Alkoholmarker wie Etg (Ethylglucuronid) waren erst in der Erforschung.

 

   Und die gesamte Drogen-Problematik steckte sozusagen noch völlig in den Kinderschuhen. Zu der Zeit war ich noch geneigt, dieses Thema vollständig auszuklammern, mich nicht damit zu befassen. Die Entwicklungen waren aber besonders bei den Drogen und deren mißbräuchlichem Konsum derart rasant, daß ich schließlich froh darüber war, mich doch den "Erfordernissen des Marktes" rechtzeitig gestellt zu haben.

Über lange Jahre war übrigens eine einmalige Haaranalyse für einen Abstinenznachweis von bis zu 12 Monaten geeignet - einzige Voraussetzung: 12 cm Haarlänge.

 

   Etwa zeitgleich traten 2008/ 2009 wichtige Veränderungen für die MPU-Begutachtungen und vorbereitende Kurse ein:

- Schrittweise wurde der Etg-Wert als Nachweis für Alkoholabstinenz eingeführt und schließlich durchgängig gefordert. Damit verbunden waren Einschränkungen für die Betroffenen: nur wenige ausgewählte Labore erfüllten die Anforderungen (CTU), was eine wilde Sucherei und Fragerei zur Folge hatte. Leider auch eine Folge, die bis heute noch nicht ganz überwunden ist, besteht in dem beinahe-Monopol, das die MPU-Stellen mit ihren normgerechten Kontroll-Angeboten innehaben. - Unangenehme Nebenerscheinung dieses gesamten Prozesses: für die Betroffenen verteuerten sich die Abstinenznachweise erheblich.

- Die zweite wichtige Veränderung trat 2009 in kraft: Mit der Neuauflage der Begutachtungskriterien war auch geregelt, daß MPU-Stellen nicht gleichzeitig Kurse und Beratungen zu diesen MPU-Begutachtungen anbieten dürfen. Damit war die Zeit der "Selbstbedienung" endgültig vorbei: auf die Frage, wo Sie denn fachliche Hilfe finden, konnte Ihnen ab dann nicht mehr die Antwort "eine Tür weiter" gegeben werden. Die Folge war eine verstärkte Nachfrage nach erfahrenen Verkehrspsychologen: entweder für die Begutachtungen (nach entsprechender Einarbeitung), oder aber für die neu gegründeten diversen Kursanbieter der bisherigen MPU-Stellen (beides muß seitdem organisatorisch und firmenmäßig von der Begutachtung getrennt sein: prompt entstanden Firmen wie Nord-Kurs - Süd-Kurs - Ost-Kurs - West-Kurs ...).

 

   Ich entschied mich, weiterhin als Selbständiger selbst und ständig in eigener Regie verkehrspsychologisch tätig zu sein. Seitdem haben sich die versteckten Versuche vermehrt, solche Anbieter wie mich kleinzureden und ihnen mangelnde Fachkompetenz zu unterstellen. Je größer die MPU-Firma, desto stärker auch die Neigung zu derart arrogantem Marktverhalten. - Es gibt aber auch durchaus MPU-Stellen, die (unabhängig von der eigenen Marktposition) meine Arbeit zur Kenntnis nehmen und akzeptieren. In diesen Fällen bin ich für inhaltlichen Meinungsaustausch offen und habe seit mehreren Jahren gute Erfahrungen gemacht.

 

   Inzwischen ist nun die 3.Auflage der Beurteilungskriterien (kurz: MPU-Kriterien) seit 2014 in kraft und auch ich arbeite bei meinen Therapie-Kursen selbstverständlich danach. Das bedeutet heutzutage, sehr konkrete Orientierungspunkte zur Verfügung zu haben.

- Das bedeutet aber auch, daß endlich System in die MPU-Labor-Thematik gekommen ist. Dennoch muß ich bis heute mit Erschrecken feststellen, daß mancher beruflich damit Befaßte offensichtlich nicht die Zeit aufbringt, gründlich und gewissenhaft nachzulesen. Nach wie vor gibt es also Mißverständnisse vor allem in Fragen Alkohol-Abstinenz. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, meinen MPU-Labor-Wegweiser zu erarbeiten und habe ihn vor kurzem veröffentlicht (als Band 4 der MPU-Selbsthilfe). Dadurch ist Band 3 zeitlich verschoben und erscheint erst Ende diese Jahres.

- Spätestens seit Gültigkeit der 3.Begutachtungsauflage setzte sich schließlich auch durch, daß nur noch 6 cm Haarlänge für 6 Monate Drogenabstinenz mit einer Haaranalyse akzeptiert werden. Damit soll den "Fortschritten bei der Manipulation" von Haarproben entgegengewirkt werden. - Unangenehmer Nebeneffekt auch hier wieder: alle müssen jetzt für 12 Monate Abstinenznachweis zwei Haaranalysen (2 x 6 cm) in Auftrag geben und somit fast doppelt so viel wie zuvor bezahlen.

 

   Wer mit der Zeit leben will, muß mit der Zeit mitgehen. Also habe ich mich schrittweise zu eigenem Fortschritt entschlossen, so daß auch ich inzwischen Internet-Termine anbiete. Dabei bleibt es allerdings unbedingt beim persönlichen Kontakt (per skype), so daß ich guten Gewissens meine bisherigen Erfahrungen auch bei dieser Arbeitsform anwenden und vermitteln kann.

Der Vorteil liegt eindeutig auf Ihrer Seite: Sie können meine Leistung unabhängig von Ihrem Wohn- und Aufenthaltsort in Anspruch nehmen.