Marktstr. 39 | 16909 Wittstock OT Freyenstein | Dipl.-Psychologe C.-H. Scharpegge | 0173/60 28 566  

Spannend im Sinne von alternativen Entscheidungsmöglichkeiten wird es bei den Themen Alkohol und Drogen. In beiden Gruppen ist zunächst zu klären, wie weit sich die jeweilige Problematik bereits entwickelt und gefestigt hat.

 

Beginnen wir bei der Beratung:

Die Alkohol-Abhängigkeit und Drogen-Abhängigkeit werde ich hier nicht näher besprechen. Wer nach entsprechenden Entziehungsprogrammen Bedarf in Richtung MPU-Vorbereitung hat, kann sich direkt an mich wenden und ich stehe natürlich auch diesen Leuten mit langjähriger Erfahrung zur Verfügung.

Nicht nur bei Abhängigkeit, sondern auch bei ausgeprägter Alkohol- oder Drogenproblematik gilt Abstinenz als eine grundsätzliche Voraussetzung für eine positive Begutachtung. Dementsprechend wird labormäßige Abstinenz über einen längeren Zeitraum gefordert. Fragen wie: ob (in der Regel) 12 oder (als Ausnahme, aber durchaus auch denkbar) 6 Monate - wo man die Kontrollen durchführen lassen sollte, damit sie bei der MPU auch akzeptiert werden - möglicherweise noch bei Ihnen erkennbare Mängel bei Ihrer bisherigen Aufarbeitung usw. werden beim Beratungstermin beantwortet.

Auf jeden Fall dürfen Sie schon mal vergessen, daß Sie heutzutage noch mit den berühmten Leberwerten Alkoholabstinenz nachweisen können. Nur in einer einzigen Konstellation werden die als Langzeitserie akzeptiert; alle anderen basieren aktuell auf Ethylglucuronid, kurz Etg.

Auch ein Thema für den Beratungstermin sowohl bei Alkohol-, als auch bei Drogenthematik: Kontrollprogramm auf Urin-Basis oder Haar-Analysen? Es gibt für fast jede persönliche Situation eine Lösungsvariante.

Aber auch bei den weniger ausgeprägten Fällen von Alkohol- bzw. Drogenmißbrauch wird Veränderung gefordert, damit eine Auffälligkeit zumindest im Straßenverkehr in Zukunft sicher vermieden werden kann. Damit verbunden ist dann ein Labornachweis durch Etg (Alkohol) nicht zwingend erforderlich; es genügen Leberwerte + CDT über mehrere Monate. Häufige Unklarheiten beseitigen wir im Beratungstermin. Die Drogenkonsumenten stehen lediglich vor der Frage, ob 6 oder 12 Monate Drogenverzicht labormäßig zu belegen sind.

Wer sich selbst schlau machen will, dem kann ich mein Büchlein aus der Serie MPU-Selbsthilfe, Band 4: "MPU-Labor-Wegweiser" empfehlen, das hierzu wohl keine Frage mehr unbeantwortet läßt

ISDN: paperback 978-3-7345-1491-3 bzw. e-book 978-3-7345-1492-0

 

Zur Kursarbeit - fachgerecht als "Verkehrspsychologische-Therapie" bezeichnet:

Damit sind in der Erst-Beratung wichtige Voraussetzungen, aber noch nicht das endgültig wesentliche geklärt: die Aufarbeitung, also der psychologische Teil.

Das nimmt in der Beratung weniger Zeit in Anspruch, weil wir dort bestenfalls "die Überschriften" besprechen und einige Kontrollfragen stellen werden, um noch bestehende Mängel aufzuzeigen. Dafür aber ist das im Kurs der Hauptinhalt der einzelnen Termine. Es wird also herauszufinden sein, wie die Entwicklung zu ihrem Substanzmißbrauch sich im Einzelnen abgespielt hat und - daraus abgeleitet - wie Sie jetzt stabil entgegenwirken können, um in Zukunft jeglichen Rückfall zu vermeiden.

Dabei geht es dann entweder nach dem Fahrplan "zukünftig Alkoholabstinenz" bzw. "in Zukunft kontrollierter Umgang mit Alkohol". Bei Drogen wird der absolute Regelfall ohnehin auf Drogenverzicht hinauslaufen und auch unsere Therapiearbeit bestimmen. Von der grundsätzlichen Entscheidung für die eine oder andere Gruppe geht es also unterschiedlich weiter, weil ja auch unterschiedliche Lebensstrategien als Problembewältigung vorausgesetzt werden für eine positive MPU-Begutachtung.

Sogenannte "Fangfragen" (die es nur nach Meinung schlecht oder gar nicht vorbereiteter Leute gibt) klären wir im Verlaufe der Therapiearbeit ebenso wie Ihr weiteres formelles Vorgehen bis hin zum MPU-Termin: Zeitpunkt der Antragstellung, Fristen usw.

Am Ende unserer Arbeit steht gewöhnlich das begehrte "Schreiben" von mir, also eine solide Therapie-Bescheinigung. Das bekommen Sie beim letzten Termin in die Hand, wir sprechen den Inhalt durch und absolvieren als "Generalprobe" eine "Trocken-MPU". Daraus ersehen Sie bereits, daß der letzte Termin möglichst zeitnah zu Ihrer MPU stattfinden sollte. Wir richten also unsere Termin-Aufteilung durchaus auch nach Ihrem allgemeinen Zeitplan, der ja oft wesentlich von der Dauer der Labornachweise mitbestimmt wird.